31. Januar 2020

FRÖBEL ist nachhaltig: Mülltrennung

NACHHALTIGKEIT – JAHRESTHEMA 2020

Wie bereits in unserer Newsmeldung vom 17. Januar 2020 (https://st-matthias.froebel.info/aktuelles-termine/aktuellessingle/artikel/nachhaltigkeit-in-an-st-matthias/) angekündigt, starten wir in unserer Einrichtung mit dem Thema Mülltrennung.

Auf unseren beiden Ebenen haben sich die Teams auf unterschiedliche Weise dem Thema, gemeinsam mit den Kindern genähert. Ganz auf das Alter der Kinder abgestimmt.

Gelber Bereich (Kinder im Alter von 0 bis 4 Jahren):

„Zum Einstieg in das Thema Nachhaltigkeit haben wir gemeinsam mit den Kindern ein Müllmemory erstellt. Hierfür haben wir spannendes Lernmaterial von den „WERTSTOFFPROFIS“ als Unterstützung genommen.

Die Kinder haben so die Möglichkeit spielerisch zu entdecken und zu lernen, was in welche Tonne gehört. Auf diese Weise fördern wir z.B. die Umwelterfassung, die Sozialkompetenz und die Sprachentwicklung.

Nach dem Spiel haben wir mit der Gestaltungsplanung der neuen Mülleimer begonnen. Mit einem Zollstock haben wir die Mülleimerdeckel ausgemessen. Die Kinder haben mit Holzbausteinen nachgemessen und verglichen.

In den nächsten Tagen werden wir dann mit der Gestaltung starten.

Wir freuen uns auf spielerisch spannende Lernmomente.“

Grüner Bereich (Kinder im Alter von 4 bis 6 Jahren):

„Die erste Frage an die Kinder war: Wie viele Müllsäcke müsst ihr und eure Eltern jede Woche zur Mülltonne bringen? Die Antworten der Kinder reichten von 1 bis 4. Wir haben kurz überschlagen, dass wenn nur jede Familie einen Müllsack in der Woche wegschmeißt, wir in Köln ganz schön viel Müll machen. Und es gibt in Deutschland viele Städte wie Köln. Und es gibt viele Länder wie Deutschland, die auch jeden Tag so viel Müll machen. Den Kindern wurde schnell klar, dass es sich hier um eine riesige Menge handeln muss.

Im Anschluss wurden den Kindern Bilder gezeigt von großen Müllbergen, Müllinseln, Müllteppichen in Ozeanen und einer Riesenschildkröte, die in Netze und andere Materialien aus Plastik verwickelt war und nicht in der Lage sich davon zu befreien. Besonders das Bild dieser Schildkröte rief starke Reaktionen hervor. Viele Kinder berichteten von ähnlichen Geschichten die sie bereits gehört haben und alle waren sich einig, dass das so nicht weitergehen kann.

Und was kann man unternehmen? Die Antworten der Kinder ergaben eine Menge toller Ansätze:

-        neue Sachen aus dem Müll machen

-        Müll gehört in den Mülleimer

-        weniger Müll machen

Sowohl Unverpackt-Läden als auch Stoffbeutel wurden von den Kindern als Möglichkeiten genannt, weniger Müll zu produzieren.

Dann haben wir im Morgenkreis die 4 neuen Mülleimer vorgestellt. Die Deckel der Mülleimer wurden deutlich mit den 4 Farben gekennzeichnet:

Gelb               Plastik und recyclebare Verpackungen

Braun              Obst und Gemüsereste, organisches Material

Blau                 Papier und Pappe

Schwarz          Restmüll

In den folgenden Tagen wurde immer wieder Müll aufgemalt und laminiert der im Kindergarten häufig anfällt (Bananenschalen, Milchverpackungen, Plastikflaschen, Wasserflaschendeckel, usw…) Diese Schilder und Zeichen wie der GRÜNE PUNKT oder das Pfandflaschen Symbol wurden im Morgenkreis den richtigen Mülleimern zugeordnet und werden jetzt zur Orientierung der Kinder an der Wand hinter den Mülleimern angebracht.“

Bereits nach wenigen Tagen ist das Thema Mülltrennung in unserer Einrichtung zum Selbstläufer geworden. Die Kinder helfen sich gegenseitig, wenn sie sich unsicher sind, wo was hineingehört und kommen immer wieder zu den Erziehern und fragen, wenn sie sich uneinig sind. Auch Eltern kamen schon auf die Erzieher zu und berichteten, dass sie von ihren Kindern dazu angehalten wurden weniger Plastikmüll zu produzieren.

Wir freuen uns über die Begeisterung unserer Kinder und bedanken uns explizit bei Maria (gelber Bereich) und Stefan (grüner Bereich) für die Durchführung und Dokumentation.